Banken immer strenger bei Kreditvergaben

Eine unbeglichene Kreditkarten-Rechnung hätte früher kaum dazu geführt, dass jemand keine Hypothek aufnehmen durfte. Die Lage hat sich seit der Wirtschaftskrise jedoch deutlich geändert. Die wenigen Unternehmen, die in Großbritannien noch auf dem Markt sind, seien wählerisch wie nie. „Es gibt zu wenig Konkurrenz. Nur noch sechs ernstzunehmende Institute sind auf dem Markt und das hat Auswirkungen auf die Margen“, so Ray Boulger, Manager bei der Bank John Charcol, gegenüber dem britischen Guardian. Für die Kunden habe das mitunter große Nachteile.

Vor der Krise seien bis zu 100 Unternehmen auf dem Markt aktiv gewesen – heute zählt Boulger mit der Royal Bank of Scotland, der Lloyds Banking Group, HSBC, Barclays, Santander (Abbey and Alliance & Leicester) und der Nationwide Building Society nur noch sechs ernstzunehmende Kredit- und Hypothekeninstitute. Das habe Auswirkungen darauf, mit welchem Profit die Banken Kredite vergeben können. In der Öffentlichkeit führte dies bereits zu breitem Protest. Aufgrund der fehlenden Konkurrenz müssen die Banken nun weniger um die Kunden kämpfen.

Die sozial schwächeren Gesellschaftsschichten haben unter der Entwicklung am meisten zu leiden. Für die Banken bedeuten die neuen Umstände höhere Gewinne. Die Profit-Margen seien heute um einiges höher, so Sandy Chen, Analystin bei Panmure Gordon. „Die Banken verlangen einfach mehr Geld.“ Bereits im Jahr 2000 hatte es Berichte über fehlende Konkurrenz auf dem Bankensektor gegeben. Die Eintrittsbarrieren für neue Mitbewerber seien zu groß.

via pressetext

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