Banken wollen erneut Staatshilfe

In den letzten Wochen ist der Regulierungsdruck auf die Finanzwelt europaweit angestiegen. Nun will man durch Aufsichtsbehörden und entsprechende Gesetze mehr Sicherheit in das Bankensystem bringen. Offenbar nicht ohne Grund. So kam bei einem Stresstest heraus, dass Banken wie die Alpha Bank oder die Commerzbank ohne Hilfe des Staates kein Kapital mehr aufnehmen könnten. So haben diese Banken nur eine Möglichkeit zu überleben, durch eine Übernahme durch ein besseres Institut oder durch eine Restrukturierung mit Kapitalschnitt. Branchenkenner gehen davon aus, dass mindestens 1,5 Billionen Dollar gebraucht werden. Damit könnte man Verluste ausgleichen und auch Liquiditäts- und Kapitalvorschriften begegnen. Alle bisherigen Risikomanagementsysteme haben versagt.

In diesem Jahr bleibt der Abschreibungsbedarf der Banken bei Kreditverlusten hoch und dieser Trend wird sich erst 2011 senken. Die Banken sind eng an die makro-ökonomischen Rahmenbedingungen des eigenen Landes gekoppelt. Geht es dem Land gut, gilt das auch für die Banken.
Auch im zweiten Halbjahr 2010 wird der Druck auf die Banken immer höher werden. Gewinner sind die BRIC Banken, da sie von besseren wirtschaftlichen Bedingungen profitieren. Die Verlierer sind weiterhin auf Finanzspritzen durch den Staat angewiesen, während die Gewinner wachsen können. Für sie wird auch eine Verschärfung der regulatorischen Anforderungen kein Problem sein.

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