Deutsche Börse führt Listingplätze weltweit an

Die Deutsche Börse hält dem internationalen Vergleich mit anderen Handelsplätzen Stand. Weltweit stellt sie den attraktivsten Listingplatz für Börsengänge sowie bereits gelistete Papiere dar, wie eine Untersuchung der TU München und der European Business School aufzeigt. Führende Börsen wie die Euronext, Hong Kong Stock Exchange, London Stock Exchange (LSE), NASDAQ oder die New York Stock Exchange sollen vergleichsweise schlechtere Listing- und Primärmarkt-Bedingungen bieten. Der Marktbetreiber und DAX-Konzern Deutsche Börse selbst geht aus den anhaltenden Finanzmarktturbulenzen zudem als Krisengewinner hervor und steuert 2008 auf ein neues Rekordjahr zu.
„Für den Zeitraum Januar 1999 bis März 2008 wurden der Deutschen Börse als Listingplatz Bestnoten im weltweiten Vergleich gegeben. Unternehmen profitieren von niedrigsten Kapitalkosten und höchster Liquidität“, lautet das Fazit der Untersuchung. Während es sich an der Deutschen Börse bei fast jedem dritten neu gelisteten Unternehmen um einen erstmaligen Börsengang (Initial Public Offering – IPO) handelt, liegen etwa die Euronext mit jedem fünften oder die LSE mit nur jedem neunten neuen Titel als IPO zurück. Dabei wird der Branchenschwerpunkt der Deutschen Börse für Unternehmen aus den Bereichen alternative Energien, Hightech, Chemie und Industrie deutlich.

Der Branchenfokus eines Handelsplatzes ist für Unternehmen neben den Listing-Bedingungen wie Marktzugangskosten, Folgekosten bei Kapitalerhöhungen oder der Liquidität ein entscheidendes Kriterium für die Auswahl der Börse beim Börsengang. Ihre Führungsrolle stellt die Deutsche Börse etwa bei alternativen Energien deutlich unter Beweis. „Allein im Bereich alternative Energien entfallen 97,8 Prozent des gesamten platzierten IPO-Volumens auf die Deutsche Börse.“ Während Märkte wie die LSE oder Euronext in den Bereichen Rohstoffe wie Öl und Gas bzw. Energieversorgung, Medien und Transport/Logistik dominieren, zeichnet die Deutsche Börse die Dauerhaftigkeit ihrer Börsennotierungen als weltweit führenden Markt aus: „Keines der Unternehmen, die im Zeitraum Januar 2001 bis März 2008 in Frankfurt ihr IPO durchgeführt haben, wurde insolvent“, lautet es in der Untersuchung. Daher habe in dem Zeitraum auch kein Delisting an der Deutschen Börse stattgefunden.

Nach den ersten neun Monaten ist der Konzern Deutsche Börse nach 2007 erneut auf dem Weg zu einem weiteren Rekordjahr. Das Unternehmen profitiert von dem angesichts der Kapitalmarktkrise volatileren Handel und verzeichnet bis Ende September einen Anstieg der Erlöse auf 1,85 Mrd. Euro. Neben der höheren Handelsaktivität habe sich die Übernahme der US-Optionsbörse ISE, die im Dezember des Vorjahres abgeschlossen wurde, positiv ausgewirkt. Experten zufolge zeichnet sich im kommenden Jahr jedoch ein schwierigeres Umfeld ab, was den Höhenflug der Deutschen Börse bremsen könnte.

via pressetext

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