WestLB reißt Sparkassen mit in den Abgrund

Deutschen Sparkassen drohen wegen Investitionen in riskante Wertpapiere durch Geschäfte mit der WestLB immense Abschreibungen. Wie die Financial Times Deutschland heute, Mittwoch, berichtet, steht in Nordrhein-Westfalen nun eine ganze Reihe von zum Großteil kleineren Häusern vor Problemen. Hintergrund für die Belastungen sind Geschäfte mit der Landesbank WestLB, die den kommunalen Bankinstituten in Nordrhein-Westfahlen zwischen 2003 und 2006 in großem Stil sogenannte CDO-Papiere (Collateralized Debt Obligations) verkauft hat. Wie die Zeitung schreibt, seien die Transaktionen im Rahmen des fünf Mrd. Euro schweren Programms „House of Europe“ durchgeführt worden. Ersten Informationen nach scheinen alle Fäden bei der WestLB zusammenzulaufen. Schließlich hatten die WestLB-Investmentbanker die hochkomplexen Kreditpapiere nicht nur vertrieben, sondern auch selbst entworfen. weiterlesen »

Bankenkrise dauert noch drei Jahre

Die Krise an den Finanzmärkten wird länger anhalten als bislang weitgehend angenommen. Dabei sind es die Banken und andere Finanzdienstleister selbst, die in den kommenden drei Jahren von weiteren Turbulenzen ausgehen. Während bisherige Einschätzungen von einer Überwindung der Krise bereits Ende des kommenden Jahres ausgingen, können die weitreichenden Folgen auf die Finanzbranche bis zu drei Jahre andauern, folgt man einer Erhebung des Centers for Financial Studies (CFS) an der Goethe-Universität Frankfurt. Dass Prognosen häufig ein verfrühtes Ende der Konsequenzen aus dem US-Subprime-Dilemma vorhersehen, zeigt auch die Erfahrung aus den vergangenen eineinhalb Jahren. So hätte die Kreditkrise bereits Ende des Vorjahres beendet sein müssen, erreichte jedoch erst im Herbst 2008 ihren vorläufigen Höhepunkt und dauert weiterhin an. weiterlesen »

Verstaatlichung von Fannie Mae und Freddie Mac ohne Erfolg

Die Hypothekenzinssätze der mit staatlicher Hilfe vor dem Konkurs bewahrten US-Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac steigen weiter. Dies hat dazu geführt, dass die eigentlich beabsichtigte Entlastung privater Hypothekennehmer auf sich warten lässt. Mit der Verstaatlichung konnten beide Unternehmen zwar gerettet werden, die Kritik am Vorgehen der US-Behörden scheint angesichts der steigenden Kosten für Kreditnehmer jedoch nicht zu verstummen. Schließlich belastet die Verstaatlichung beider Konzerne die US-Steuerzahler mit bis zu 100 Mrd. Dollar. Wie das Wall Street Journal heute, Donnerstag, unter Berufung auf die für Hypothekenregulierung zuständige Federal Housing Finance Agency berichtet, sei es wegen der Verluste derzeit noch nicht möglich, reduzierte Hauskredite anzubieten. weiterlesen »