Banken wollen erneut Staatshilfe

In den letzten Wochen ist der Regulierungsdruck auf die Finanzwelt europaweit angestiegen. Nun will man durch Aufsichtsbehörden und entsprechende Gesetze mehr Sicherheit in das Bankensystem bringen. Offenbar nicht ohne Grund. So kam bei einem Stresstest heraus, dass Banken wie die Alpha Bank oder die Commerzbank ohne Hilfe des Staates kein Kapital mehr aufnehmen könnten. So haben diese Banken nur eine Möglichkeit zu überleben, durch eine Übernahme durch ein besseres Institut oder durch eine Restrukturierung mit Kapitalschnitt. Branchenkenner gehen davon aus, dass mindestens 1,5 Billionen Dollar gebraucht werden. Damit könnte man Verluste ausgleichen und auch Liquiditäts- und Kapitalvorschriften begegnen. Alle bisherigen Risikomanagementsysteme haben versagt. weiterlesen »

Bio boomt trotz Finanzkrise

Trend zu Bio-Supermärkten und größeren Anbauflächen.

Der Markt der Bio-Produkte wächst weiterhin. Das Jahr 2008 bescherte dem Bio-Lebensmittelhandel trotz Abschwächungen gegenüber dem Vorjahr eine Umsatzsteigerung von zehn Prozent, dazu wurde die Anbaufläche weiter vergrößert. Das berichtete heute, Mittwoch, der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) in einer Pressekonferenz in Berlin. „Wir sprechen von einem entschleunigten Wachstum. Bio ist weiter im Trend, doch das Umsatzplus wird 2009 einstellig sein“, bestätigt Elke Röder, Geschäftsführerin des Bundesverbandes Naturkost Naturwaren Herstellung und Handel (BNN), im pressetext-Interview. Es sei fraglich, ob die von der Finanzkrise Betroffenen zuerst beim Essen sparen würden, so die Verbandssprecherin. weiterlesen »

Krise der Investmentfonds unaufhaltsam

Anleger fliehen massenhaft aus Investmentfonds und stürzen die Branche damit in eine ihrer schwersten Krisen seit 1993. Nachdem europäische Investoren im September rund 124 Mrd. Euro aus Fonds abgezogen haben, sind es mit 46,3 Mrd. Euro im Oktober vor allem deutsche Anleger, die ihr Kapital in Sicherheit bringen. Insider sprechen hinter vorgehaltener Hand bereits davon, dass 2008 insgesamt 400 Mrd. Euro fehlen werden, die den Markt so gut wie austrocknen werden. „Meiner Meinung nach, wird diese Zahl nicht ausreichen. Für die Fondsbranche wird es in den kommenden Jahren extrem schwierig werden, Gewinne zu erzielen“, erklärt Jörg Urlaub, Vorstand des Vermögensverwalters Incam. weiterlesen »

Anleger schießen Investmentfonds ab

Der Investmentfondsbranche steht eine Krise bevor. Unter dem Eindruck der Kreditkrise zogen europäische Anleger im September 124 Mrd. Euro aus Investmentfonds ab. Experten rechnen bereits damit, dass sich die Lage bis Ende des Jahres verschlechtern könnte. Hinter vorgehaltener Hand wird von 400 Mrd. Euro für das Gesamtjahr gesprochen. „Diese Zahl hat nicht nur etwas mit dem Abziehen von Anleger-Kapital zu tun. Schließlich sollte auch der Cash-Burn mitberücksichtigt werden. Die Korrelation zu den Aktienmärkten war bei vielen Anbietern größer als zuvor erwartet“, so Björn Drescher, Mitbegründer und Geschäftsführer der Drescher & Cie Gesellschaft für Wirtschafts- und Finanzinformation. weiterlesen »

Fondsgesellschaften ergreifen drastische Mittel

Die Finanzkrise hat die Branche der Fondsverwalter erfasst und zwingt die Gesellschaften in einen harten Sparkurs. Nachdem bereits verschiedene offene Immobilienfonds unter der Last der Krise eingeknickt sind und aufgrund hoher Mittelabflüsse geschlossen werden mussten, greifen die Auswirkungen mittlerweile noch tiefer und sogar auf die Struktur der Unternehmen über. Zwar wirken etwa Immobilienfonds „auch in Zeiten der Finanzkrise als Hort der Stabilität und federn die dramatischen Verluste anderer Bereiche hervorragend ab“, wie Andreas Fink, Sprecher des Bundesverbands Investment und Asset Management (BVI), im Gespräch betont. Die Jahre eines starken Personalaufbaus bei Fondsgesellschaften scheinen jedoch vorerst zu Ende. weiterlesen »

Versicherer ächzen unter Finanzlasten

Die weltweite Finanzmisere hat die Versicherungsbranche endgültig erfasst, wie am Beispiel der Allianz oder der Münchener Rück deutlich wird. Nachdem die Rettungsmaßnahmen für den weltgrößten Versicherer American International Group (AIG) mittlerweile auf eine Summe von 150 Mrd. Dollar ausgeweitet wurden, erwägt die US-Regierung nun auch einen Direkteinstieg bei dem taumelnden Konzern. Die Fast-Pleite der AIG schlägt hohe Wellen und hinterlässt auch bei dem größten europäischen Versicherer Allianz tiefe Spuren. Während sich der Rückversicherer Münchener Rück nach einem dramatischen Gewinneinbruch gerade noch in den schwarzen Zahlen halten kann, stürzt die Allianz in eine Mrd.-tiefe Verlustzone. weiterlesen »

Finanzkrise zwingt Hedge Fonds in die Knie

Die Hedge-Fonds-Industrie steckt in der schlimmsten Krise ihrer Geschichte. Wegen massiver Kursschwankungen der vergangenen Monate mussten bereits drei von vier Hedge Fonds ihren Anlegern Verluste bekannt geben. In diesen volatilen Zeiten nehmen die Schwierigkeiten aber nicht ab, sondern werden kontinuierlich größer. Als Beispiel für die anhaltenden Probleme der Branche ist der börsennotierte Hedge Fonds Man Group zu nennen. Der Fonds hat in den ersten sechs Monaten bis Ende September dieses Jahres aufgrund der Finanzkrise deutlich weniger verdient. Erst gestern, Donnerstag, brach das Papier des Hedge Fonds um 30 Prozent ein. Auch sank das verwaltete Vermögen stärker als noch vor wenigen Wochen angekündigt. Wie das Handelsblatt heute, Freitag, berichtet, sprach das Londoner Brokerhaus Exodus, von einem „schockierenden Ereignis“. Den Hedge-Fonds-Flaggschiffen stehen somit heikle Zeiten bevor. weiterlesen »

Cisco schockt Technologiebranche mit Gewinnwarnung

Der weltgrößte US-amerikanische Netzwerkausrüster Cisco schockt die Technologiebranche mit einer Gewinnwarnung. Wie das Unternehmen in der Nacht auf heute, Donnerstag, bekannt gab, warnte das Management nach Börsenschluss davor, dass die Erlöse im laufenden zweiten Geschäftsquartal um fünf bis zehn Prozent zurückgehen werden und die Finanzkrise immer stärker ihre Schleifspuren in der US-Realwirtschaft hinterlässt. Cisco-Chef John Chambers verwies unterdessen auf den Ernst der Lage: „Wir müssen jetzt frühzeitig die Maßnahmen ergreifen und zeitgleich nicht den langfristigen Blick auf unsere Ziele verlieren“, zitiert das Wall Street Journal den Unternehmenslenker. Vor allem die schwache Nachfrage nach Hightech-Produkten macht dem Unternehmen derzeit schwer zu schaffen. An der Long-Term-Wachstumsprognose Ciscos von zwölf bis 17 Prozent bis 2013 hält Chambers aber fest. weiterlesen »

KfW hat 288 Mio. Euro in Island versenkt

Die im Staatsbesitz der Bundesrepublik befindliche KfW Bankengruppe sorgt nach der 320 Mio. Euro schweren Überweisungspanne an die insolvente Investmentbank Lehman Brothers für einen neuen Skandal. Wie die Rheinische Post schreibt, hat die Bank 288 Mio. Euro unter anderem in Wertpapiere bei der angeschlagenen und inzwischen verstaatlichten Kaupthing-Bank in Island veranlagt. Der Bericht beruft sich hierbei auf ein internes Schreiben des Bundesfinanzministeriums an die FDP-Bundestagsfraktion. „Man muss sich ernsthaft fragen, ob die Verwaltungsgremien der Bank noch richtig funktionieren. Dennoch ist die KfW mit der Fehleinschätzung in Island nicht allein. Die Bayrische Landesbank ist weitaus schwerer betroffen“, so Wolfgang Gerke, Präsident des Bayerischen Finanz Zentrums. weiterlesen »

WestLB reißt Sparkassen mit in den Abgrund

Deutschen Sparkassen drohen wegen Investitionen in riskante Wertpapiere durch Geschäfte mit der WestLB immense Abschreibungen. Wie die Financial Times Deutschland heute, Mittwoch, berichtet, steht in Nordrhein-Westfalen nun eine ganze Reihe von zum Großteil kleineren Häusern vor Problemen. Hintergrund für die Belastungen sind Geschäfte mit der Landesbank WestLB, die den kommunalen Bankinstituten in Nordrhein-Westfahlen zwischen 2003 und 2006 in großem Stil sogenannte CDO-Papiere (Collateralized Debt Obligations) verkauft hat. Wie die Zeitung schreibt, seien die Transaktionen im Rahmen des fünf Mrd. Euro schweren Programms „House of Europe“ durchgeführt worden. Ersten Informationen nach scheinen alle Fäden bei der WestLB zusammenzulaufen. Schließlich hatten die WestLB-Investmentbanker die hochkomplexen Kreditpapiere nicht nur vertrieben, sondern auch selbst entworfen. weiterlesen »